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Die Eberesche

Viele Menschen denken, dass die Eberesche giftig ist. Das ist ein Vorteil für diejenigen, die es besser wissen.

Eberesche

Denn dadurch kann man reichlich Ebereschen-Früchte sammeln, um daraus Marmelade oder Gelee zu kochen. Dass die Eberesche, auch Vogelbeere genannt, auch Heilwirkungen hat, ist wenig bekannt. Durch ihre Bitterstoffe und die Gerbstoffe ist die Eberesche wirksam gegen Probleme des Verdauungssystems, insbesondere der Gallenfunktion. Sie reguliert die Verdauung und hilft sowohl gegen Durchfall als auch gegen Verstopfung.

Volksheilkundlich wurde sie auch gegen Bronchitis und Lungenleiden, sogar bei Lungenentzündung eingesetzt. Für diesen Zweck verwendete man die Eberesche frisch gepresst als Saft mit Honig. In Zeiten, in denen Vitamin C knapp ist, kann die Eberesche auch gegen Vitamin C Mangel helfen. Als Zubereitungsformen eignen sich Saft, Marmelade oder Gelee und natürlich Likör.

Wenn man sie erst nach dem 1. Frost erntet, schmecken sie viel milder, falls es da noch welche gibt meist sind dann die Vögel schneller! Ihr könnt die Beeren aber auch 1 Nacht einfrieren, was denselben Effekt hat.

 

 Vogelbeer-Apfel-Pflaumen-Konfitüre

  • 500 g   Vogelbeeren
  • 250 g   Pflaumen
  • 125 g   Äpfel

Die Vogelbeeren abzupfen und waschen, in ¼ l Wasser etwa 20 Min. weich dünsten und durch ein Sieb streichen. Die Pflaumen waschen, entsteinen und klein schneiden. Die Äpfel schälen, Kernhaus entfernen und in kleine Stücke schneiden. Alles mischen, abwiegen und mit der gleichen Menge Gelierzucker aufkochen, 4 Min. strudelnd kochen lassen, in saubere Gläser füllen und sofort verließen.

 

Mythologie

Die Eberesche war dem germanischen Gott des Blitzes, Thor, geweiht. Auch für die Kelten war die Eberesche ein heiliger Baum. Nach druidischer Tradition war sie der Baum des Lebens. Das wird in der Überlieferung deutlich, dass jener sterben müsse, der eine Eberesche abholzt oder versetzt, aber glücklicher Weise nur dann, wenn der Stamm des Baumes die Stärke des Halses des Betreffenden erreicht hat!

Die Eberesche schützte vor Dämonen, vor Unheil und Verzauberung, deshalb wurden Kränze und Büschel der Zweige vor die Fenster und auf die Dächer der Wohnhäuser gehängt.  Gleichzeitig schütze das vor Blitzschlag. Tatsächlich ist die Eberesche ein Baum, der am seltensten vom Blitz getroffen wird.

Allerdings darf das Holz nicht im Haus geduldet werden, denn da bringt es Unglück.

 

Eure Bertlies Adler, Kräuterfrau und Phytotherapeutin